Auf der falschen Seite

Axel Telzerow @t-weekly

Im Irland-Urlaub zeigte mir die Navi-App „GPS Navigation by Scout“ wo’s lang geht.


Erinnern Sie sich noch an mein Erlebnis im Sommerurlaub, als mich das teure Navi eines schwäbischen Autoherstellers mitten in die Weinberge der Toskana lotste? Oder eine sicherlich zehn Jahre alte Autobahn noch nicht im Straßenverzeichnis enthalten war? Nur mithilfe von Google Maps schaffte ich es wieder nach Hause, samt einer saftigen Rechnung für das verbrauchte Datenvolumen.

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Navi auch für Rechtslenker
Als ich vergangene Woche mit einem Mietwagen mit Rechtslenkung durch Irland cruiste, wollte ich mich nicht auf das teure „Hochleistungssatelliten-Navigationssystem“ des Autovermieters verlassen, sondern unserem Testsieger der Navi-Apps „GPS Navigation by Scout“, ehemals Skobbler, eine Chance geben. Die App ist kostenlos und bei der Erstinstallation konnte ich mir ein Land meiner Wahl sogar gratis herunterladen. Mit einem Klick überspielte ich via Hotel-WLAN also Irland auf mein iPhone 6 Plus und begab mich am nächsten Tag auf die linken Fahrbahnen rund um Dublin.

Zu Recht Testsieger
Und ich kann unserem Navigationsexperten Michael Link nur zustimmen! Die App gehört absolut auf jedes Smartphone. Scout navigierte mich derart präzise durch die verwinkelten (Einbahn-)Straßen Dublins, über die Landstraßen Richtung Kilkenny und über 2.000 Meter hohe Wege rund um Glendalough, wie ich es bislang nur bei einem Navi-Festbau eines süddeutschen Autoherstellers gesehen habe. Das kostete allerdings 3.490 Euro mehr. Absolut nervend, aber gnadenlos sicher warnte mich die Navi-App mit strenger Frauenstimme auch, wenn ich das Gaspedal meines verbeulten Hyundai i40 wieder einmal zu doll durchtrat.

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Nur ein satter Fahrer ist ein zufriedener Fahrer
In einem Punkt stimme ich meinem Kollegen allerdings nicht zu. Er bemängelte die Suche von Sonderzielen, etwa Restaurants. Das klappte bei mir so hervorragend, dass ich über die Integration von TripAdvisor-Vorschlägen nicht nur die fabelhaften Pubs des Temple-Bar-Distrikts kennen- und lieben lernte, sondern auch unterwegs in der irischen Pampa ein wirklich ausgezeichnetes Restaurant auftat. Und das machte mir deutlich mehr Spaß als der zufällige Abstecher in die Weinberge der Toskana.

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Bildnachweise: Casey Fyfe; unsplash.com