Carrera-Bahn für Techies

Axel Telzerow Allgemein

Mein Sohn (6) und ich sind große Fans unserer gemeinsamen Carrera-Bahn. Leider ist sie mittlerweile so groß geworden, dass es beim jährlichen Familien-Cup ordentlich Stress mit der Direktion gibt. Mal eben wegräumen ist halt nicht, da Auf- und Umbau immer Stunden dauern. Für dieses Problem gibt es jetzt eine spannende Lösung.


Anki heißt das StartUp aus San Francisco, das mit einer Autorennbahn, die schnell und einfach auf- und umzubauen ist und bei der man die Autos mit dem iPhone steuern kann, gegen Carrera punkten will. Ich treffe mich zur exklusiven Hands-On-Session mit President und Co-Founder Hanns Tappeiner.

Hanns Tappeiner

President und Co-Founder Hanns Tappeiner mit den vier neuen Anki Overdrive Autos

Hanns kennt die Wünsche auch der Carrera-Kunden genau und positioniert seine Bahn deshalb genau gegen die Schwächen. Modernes Setup mit iPhone-Steuerung und Story-Modus mit starken Charakteren und eben ganz wichtig die schnelle Einsatzbereitschaft des Produktes.

Um das zu beweisen, darf ich die neue Anki Overdrive selbst zusammenbauen. Die einzelnen Steckelemente, Geraden, Kurven, Kreuzungen fügen sich ganz einfach magnetisch zusammen, blitzschnell steht ein typischer Kurs in Form einer Acht. Um Steilkurven oder Brücken anzulegen, genügt es z.B. eine Wasserflasche oder ein Buch unter die flexiblen Streckenteile zu schieben. Was für eine unglaubliche Erleichterung im Direktvergleich mit Carrera.

Die handbemalten Autos sehen gut und stabil aus, meine Carrera-Autos aber dann noch etwas wertiger. Aber auch hier will Tappeiner nachlegen, mögliche Lizenzen von Hollywood-Filmen sind denkbar, und eine „Fast and the Furious„-Edition etwa würde auch gut zum Produkt passen.

Anki Cars

Der richtige Spaß kommt dann aber beim Zocken. Es genügt die Autos auf die Strecke zu setzen, die App auf dem iPhone zu starten und ein Match auszuwählen. Hanns und ich spielen mit vier Autos, eins steuern wir jeweils selbst, das andere Auto übernimmt der in der App zuvor ausgewählte Charakter. Kennt man Rennspiele auf dem iPhone, ist die Steuerung absolut intuitiv. Über echte Lenkbewegungen mit dem Smartphone steuert man dank des Bewegungssensors die Autos, Gas geben, bremsen, virtuelle Raketen abfeuern funktioniert per Touchscreen.

Fazit: Zum Weihnachtsgeschäft 2015 soll Anki Overdrive auch in Deutschland erhältlich sein, bei Preisen um 150 Dollar dann vielleicht eine spannende Alternative für die klassische Carrera-Bahn. Aber auch bei Carrera darf man gespannt sein wie sich das Portfolio weiter entwickelt, mit der Race App und App Connect geht es ja auch ganz stark in die gleiche Richtung.

Weitere Infos gibt´s natürlich bei COMPUTER BILD.