DSL-Büroschluss um 18 Uhr

Axel Telzerow @t-weekly

Wenn ich einen Service auf Computerbild.de regelmäßig nutze, dann ist das der DSL-Speedtest. Zu wissen, dass ich die Leistung bekomme  die ich auch bezahle, verschafft mir ein tiefes Gefühl der Befriedigung. Oder…bringt im aktuellen Beispiel meinen Blutdruck so richtig in Schwung.  


Bei meinem uralten 32 MBit/s-Anschluss erreiche ich momentan nur ein gemessenes Tempo zwischen 17 und 24 MBit/s. Da ich selbstverständlich weder illegales Filesharing betreibe, noch riesige Video-Dateien zu YouTube hochlade, eigentlich völlig ausreichend. Nur beim Streaming von Filmen kann es selbst bei dieser Geschwindigkeit zu Startproblemen oder Rucklern kommen. Als Fan von Netflix, itunes und Watchever ein verdammt guter Grund für ein Speedupdate meines DSL-Vertrages. Statt ein paar Klicks auf der Homepage meines Providers auszuführen, rufe ich lieber an, vielleicht lässt sich ja handeln.

Was mir dann der nette Herr in der Hotline aber erzählt, lässt mich schaudern. Er erklärt mir, dass meine 17 MBit/s vollkommen normal seien, da ich nach 18 Uhr sowieso nur 50 Prozent meiner bestellten Leistung bekommen würde. In der Zeit zwischen 0 und 18 Uhr hingegen würde ich schon eher in die Nähe von 32 MBit/s kommen. Auf meine Frage, ob das denn jetzt sein Ernst sei, erklärte er mir ganz freundlich, dass dies genauso in den AGB geregelt ist.  „Das heißt also, wenn ich jetzt ein Upgrade auf 100 MBit/s bei Ihnen bestelle, liefern Sie mir täglich nach 18 Uhr nur noch 50 MBit/s aus?“ „Ja, genau, immer 50 Prozent.“

Anstatt mich aufzuregen, bedanke ich mich freundlich für die gute Beratung, erbitte mir Bedenkzeit und schreibe lieber diesen Artikel. Für all diejenigen Leser die vielleicht auch mal die AGBs ihres Providers überprüfen möchten oder wie ich noch Kunde bei Kabel Deutschland sind.