So spielt die Zukunft

Axel Telzerow Allgemein

Die E3 in Los Angeles stand dieses Jahr ganz klar im Zeichen von Virtual Reality. Klar, künftige Blockbuster wie Star Wars: Battlefront, DOOM oder Fallout4 waren genau die Spiele auf die wir alle sehnsüchtig gewartet haben, aber die Brillen von Microsoft, Oculus und Sony waren die Rockstars der Messe.


Die E3 in Los Angeles stand dieses Jahr ganz klar im Zeichen von Virtual Reality. Klar, künftige Blockbuster wie Star Wars: Battlefront, DOOM oder Fallout4 waren genau die Spiele auf die wir alle sehnsüchtig gewartet haben, aber die Brillen von Microsoft, Oculus und Sony waren die Rockstars der Messe. Auch wenn jeder Hersteller sagt, dass der Durchbruch von VR noch „2-3 Jahre“ auf sich warten lassen wird, ist die Qualität der gezeigten Demos schon jetzt absolut beeindruckend. Genau so werden wir in der Zukunft spielen, komplett eintauchen in neue fantastische Welten, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können.

Doppelverglasung bei Microsoft
Microsoft fährt dabei interessanterweise zweigleisig. Zum einen hat Microsoft mit der Hololens eine Technik entwickelt, die die echte Welt virtueller machen kann, zum anderen sind sie ganz enger Partner von VR-Pionier Oculus, der auf der E3 die marktreife eigene Brille Rift vorgestellt hatte. Nun ist das Szenario bei dem Spiele von einer Xbox One zu einem top ausgestatteten PC mit angeschlossener Rift gestreamt werden, auch angesichts des hohen Paket-Preises geradezu absurd, aber es scheint zu funktionieren. Das plattformübergreifende Betriebssystem Windows 10 soll das im nächsten Jahr möglich machen. Für Microsoft ist es dann auch eine echte Chance mit der Hololens die Kinect-Pleite mehr als wett zu machen. Die Brille sieht futuristisch aus, passt sich perfekt der Kopfform an, funktioniert drahtlos und hat einen interessanten Unterschied zu den beiden Mitbewerbern. Dank der durchsichtigen Gläser wird die Umwelt in das virtuelle Spiel miteinbezogen. Ganze Level können so wie in der Minecraft-Demo auf dem eigenen Wohnzimmertisch erscheinen und gespielt werden ohne eben komplett abgekapselt zu sein. Das Phänomen der VR Motion Sickness , also der plötzlichen Übelkeit bei Computerspielen, vor allem mit VR-Brillen wie der Rift und der Morpheus von Sony, sollte damit nicht mehr auftreten.

Im Sturz durch Raum und Zeit
Für die E3-Besucher die Hololens dann auch auf dem Stand ausprobieren durften, hatte Microsoft noch eine weitere Überraschung parat. Im Nachbau eines Halo-5-Raumschiffes konnte man wie in einer Disneyland-Attraktion umhergehen, virtuellen Wegweisern zu der Kommandobrücke folgen und ein Briefing zum Kampfeinsatz geniessen. Gebäude, Landkarten, Gegner erschienen dabei wie aus dem Nichts, gestochen scharf und in Farbe. Objekte zu bewegen oder zu verändern wie bei der Minecraft-Demo war leider nicht möglich.

Hololens Kopie

Mein Fazit: Vom 6. bis zum 9. August haben Spieler dann hoffentlich auch die Gelegenheit auf der weltgrößten Spielemesse Gamescom in Köln die neue virtuelle Realität auszuprobieren. Baut Microsoft dann auch dort sein Hololens-Raumschiff auf, lohnt sich dafür allein schon der Besuch.