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Axel Telzerow @t-weekly

Smartwatches: Alles nur ein Hype?


„Ach, du hast doch schon alles gesehen“, höre ich oft, wenn ich für ein brandneues technisches Gadget nicht sofort die gleiche Begeisterung empfinden kann wie mein jeweiliger Gesprächspartner. Aber liegt das wirklich nur daran? Haben mich 16 Jahre IT-Journalismus schon so abgestumpft? Ich sage: Nein! Vielmehr glaube ich, dass ich mittlerweile sehr gut erkennen kann, ob mich eine Tech fatale zu einem One-Night-Stand verführen oder gleich das ganze Leben mit mir teilen möchte.

Für die neuen Smartwatches von LG, Motorola und Samsung gilt das Gleiche. Sie sind Vorreiter einer ganzen Generation an smarten Devices. Sie sind aber leider nicht schön und die Haptik orientiert sich an den billigen Plastik-Digitaluhren der 80er-Jahre. Apple hat das mal wieder erkannt. Gut, nun ist es mit Apple und mir wie in „Eine verhängnisvolle Affäre“. Irgendwann landen wir entweder im Kochtopf oder doch vor dem Altar. Wir werden sehen.

Im Gegensatz zu den Mitbewerbern hat Apple aber eins richtig gemacht – und sich an den mechanischen Meisterwerken der Schweizer Uhrenmanufakturen orientiert. Mit Stahlgehäuse, Saphirglas und einer intelligenten Krone geht die Apple Watch schon in die richtige Richtung. Aber solange die Akkus nicht länger als einen Tag halten und das Smartphone immer noch dabei sein muss, um die gewünschten Daten zu übertragen, wird eine Smartwatch von Apple & Co. bei mir niemals mehr sein als ein flüchtiges Abenteuer.

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Bildnachweise: COMPUTER BILD, Apple, Samsung, LG, Motorola