Virtual Reality für Consumer

Axel Telzerow Allgemein

Eins ist klar: Virtual Reality wird DAS Thema 20015. Im Valley haben sich deshalb einige spannende StartUps ganz diesem Trend verschrieben, und gehen einen ganz anderen Weg als Oculus oder Sony´s Morpheus. 


Ich treffe mich mit CEO und Gründer, Han Jin, von LucidCam. Sein Ansatz ist es, Virtual Reality so schnell wie möglich zum Consumer zu bringen. Deshalb muss VR-Material selber herstellbar sein, ohne technische Hürden und günstig noch dazu. Die Idee dann eine Kamera, samt pfiffiger Software auf den Markt zu bringen kam deshalb nicht von ungefähr. Die LucidCam soll ein ebenso smartes wie einfach zu bedienendes Gerät werden, dass sich wie die GoPro millionenfach verkaufen soll.

Im Gehäuse stecken deshalb zwei Linsen, die eine Aufnahme von 180 Grad-Bildern und Videos ermöglichen soll. Warum keine 360 Grad wie bei Oculus frage ich, Jin kontert mit einem Test mit 500 Probanden. Dabei hat das Team von Jin festgestellt, dass fast alle Nutzer nur nach vorne und zur Seite geschaut haben und nur die wenigsten nach hinten. Ausschlaggebend, sei natürlich das aufgenommene Material. „Wer schaut bei einer Achterbahnfahrt schon nach hinten?“ fragt Jin. Guter Punkt. Ich schaue jedenfalls immer nur nach vorne, wenn ich überhaupt die Augen aufmache.

Die Demo die mir der CEO dann zeigt ist genial, ein Baby krabbelt auf mich zu, und schaut mir direkt in die hinter einer VR-Brille verborgenen Augen. Ein faszinierendes Erlebnis, der schwarze Raum der auftaucht, wenn ich meinen Kopf zu weit nach recht oder links drehe stört überhaupt nicht. Han Jin hat deshalb auch ganz klar die typischen jungen Video-Filmer im Visier die heute mit Smartphone oder GoPro schnell Material aufnehmen und direkt zu YouTube hochladen. Deshalb sei es auch so wichtig die Datei-Größe der MP4-Dateien zu beschränken. 100 MB für 15 Minuten VR-Material sei die Zielgröße.

Die LucidCam selbst soll dann Ende des Jahres herauskommen, für einen GoPro-Preis zwischen 500 und 600 Dollar. Um das Material dann am PC oder Smartphone anzuschauen ist laut Han Jin eine 700 Euro teure Oculus Brille dann auch gar nicht mehr nötig. Mit Google Cardboard steht ja bereits ein System bereit, das für wenige Cents VR ermöglicht. Für Jin eine gute Kombination um VR in 2-3 Jahren so richtig zum fliegen zu bringen.